Einsatz mit Nachspiel

Hamburger Bürgerschaft fordert Aufklärung über Polizeigewalt am 2. Juni

  • Susann Witt-Stahl, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Eine Woche nach den Protesten gegen den Naziaufmarsch in Hamburg werden immer mehr Vorfälle polizeilicher Gewalt offenbar.

Die Aufräumarbeiten nach dem Naziaufmarsch durch Hamburg-Wandsbek am vergangenen Samstag sind abgeschlossen, aber ein großer Scherbenhaufen bleibt. Die Polizeiführung und ihre Einsatzkräfte haben sich offenbar verhalten wie der berühmte Elefant im Porzellanladen. Es häufen sich Berichte von Betroffenen und Zeugen sowie Foto- und Filmdokumente, die belegen, dass viele Beamte gegen friedliche Blockierer und andere Nazigegner mit unverhältnismäßiger Härte vorgegangen sind.

Auffallend gewalttätig agierte eine Polizeieinheit aus Sachsen: Eine 42-jährige Frau, die sich an der Demonstration gegen die Nazis beteiligt hatte, war von den Beamten grundlos mit Pfefferspray attackiert und anschließend brutal über einen Betonpoller geschubst worden. Sie knallte mit dem Kopf auf den Asphalt, erlitt eine Schädelbasisfraktur und eine Platzwunde. Fotografen, die die Szene beobachtet hatten, berichten, dass die Polizisten völlig »ausgerastet« seien un...


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