Nicht auszudenken

Deutschland wird unangefochten Sieger in der schwersten Turniergruppe, zwischendurch aber stand die EM-Mission auf der Kippe

  • Jirka Grahl, Lwiw
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Alles nach Plan: Durch das 2:1 gegen Dänemark treffen die Deutschen am Freitag im Viertelfinale auf Griechenland in Gdansk. Drei Siege in der Vorrunde, das klingt beeindruckend, noch keine deutsche EM-Auswahl schaffte dergleichen. Dennoch bleibt ein Rest Ungewissheit, wie gut diese DFB-Elf wirklich ist.

Am Ende erschien alles ganz logisch: Ein Konter der deutschen Mannschaft, ein langer Querpass auf Lars Bender, und der EM-Neuling schiebt das Arbeitsgerät in aller Ruhe an Dänemarks Torwart Stephan Andersen vorbei: 2:1 gegen Dänemark, Vorrunde abgehakt, 1:0 gegen Portugal, 2:1 gegen die Niederlande, alles bestens oder?

Nun, zumindest in der Zeit vor Benders Großtat umflorte die unermüdlich arbeitenden DFB-Kicker im Stadion zu Lwiw ein Schleier der Ungewissheit: Ein Tor für Dänemark und auf einmal wäre das hier nicht mehr der gloriose Sieg in der schwersten aller Vorrundengruppen, sondern die größte Pleite einer DFB-Elf seit dem Ausscheiden der Weltmeister von 1990 bei der WM 1994.

Man durfte ins Grübeln kommen: Sind die DFB-Kicker wirklich so gereift seit der WM 2010, dass sie sich ernsthaft auf Augenhöhe mit den Spaniern fühlen können, die mit ihrem 4:0 gegen Irland 90 Minuten Anschauungsunterricht im Flachpassspiel gaben?

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