Eine Generation ohne Arbeit

Wiener Institut attestiert Süd- und Osteuropa katastrophale Situation auf den Arbeitsmärkten

  • Von Hannes Hofbauer, Wien
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Trotz EU-Mitgliedschaft geht es ost- und südeuropäischen Ländern schlechter als ihren Nachbarn. Österreichische Wirtschaftswissenschaftler warnen insbesondere vor einer dauerhaft hohen Jugendarbeitslosigkeit.

Ungewöhnlich pessimistisch gaben sich die Ökonomen des Wiener Instituts für internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) aus Anlass ihrer halbjährlichen Prognose am vergangenen Wochenende. Die Eurozone befindet sich in einer Rezession, Osteuropa leidet darunter besonders und die Jugend ist ohne Arbeit. Angesichts der vorgelegten Zahlen stehe die Frage nach der Sinnhaftigkeit der EU-Integration im Raum.

Zu den zahlreichen negativen Faktoren einer Entwicklungsblockade im Osten zählen die starke Abhängigkeit von den Märkten der »Kern-EU«, die hohen Weltmarktpreise für Energie, Lebensmittel und Metalle sowie der scheinbar nicht zu durchbrechende Teufelskreis einer Sparpolitik, die wirtschaftliche Erholung im Keim erstickt. So kritisch gegenüber Brüssel und Berlin hörte man die Ökonomen des WIIW, die freilich nicht alle derselben Meinung sind, noch nie. »Bei der Diskussion um Wachstum und Austerität gewinnt fast überall die Austeritätspol...


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