Gemeinsam Jagd auf den Löwen-König

Shogi-Meisterin MADOKA KITAO aus Tokio trimmt das japanische konfrontative Brettkampfspiel auf Teamgeist

  • Von René Gralla
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Mädchen und junge Frauen für den Denksport begeistern - und zwar nachhaltig? Eine kreative Japanerin macht vor, wie es gehen kann. Die 32-jährige Shogi-Meisterin Madoka Kitao aus Tokiohat speziell für Mädchen eine bunte Tierversion des japanischen Schachs geschaffen: »Dobutsu Shogi«.

nd: Das von Ihnen erfundene »Dobutsu Shogi« ist in Deutschland auf dem Markt als »Let's Catch The Lion« (»Lasst uns den Löwen fangen!«). Sie werben dafür in aller Welt, aber auch für das Nationalspiel Shogi selbst. Warum?
Madoka Kitao: Weil das Universum des Shogi unglaublich stimulierend ist, und deshalb möchte ich die Freude daran möglichst vielen Menschen vermitteln.

Finden Sie dafür tatsächlich neue Fans außerhalb von Japan?
Aber ja. Und zwar deshalb, weil Shogi meiner Meinung nach einfach das beste Brettspiel ist. Schon vor 400 Jahren gab es bei uns in Japan Profis! Ihre Partien sind wie eine Zeitreise, etwa mit den Partituren alter Musik vergleichbar. Dafür haben Menschen überall in der Welt eine Antenne.

Was ist an Shogi im Vergleich zum internationalen Standardschach westlicher Provenienz so einzigartig?
Geschlagene Steine kehren wieder ins Spiel zurück, und zwar auf der Seite desjenigen, der sie erobert hat. Das Brett wird i...



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