Partei der Bürgermacht

Peter Grottian an Katja Kipping und Bernd Riexinger: eine Wortmeldung zum Verhältnis Partei und Bewegung

  • Von Peter Grottian
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.
»Eine Partei könnte mehr, wenn sie einen Biss hätte, der sie unverzichtbar und antreibend macht«, schreibt Peter Grottian in seinem nebenstehend dokumentierten Brief an die Linksparteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger. Szene am Rande des Bundesparteitags der LINKEN in Rostock im Mai 2010 während der Rede des Fraktionsvorsitzenden Gregor Gysi.

Linke sind bei Lob eher verlegen - aber Euch, Katja und Bernd, muss man einfach danken, dass Ihr meines Wissens erstmals in der Geschichte der Partei Die LINKE soziale Bewegungen, die Partei und die Gewerkschaften zu einem generellen Ratschlag zusammengebracht habt.

Das lechzt nach Verstetigung, zum Beispiel im November klösterlich-köstlich sich für drei Tage mit mehr Basisaktivisten und weniger Promis zu versammeln, um das, was nun zartpflänzig begonnen hat, fortzusetzen. Mit zwei bis drei gemeinsamen, größeren Projekten, die wir auf den Weg bringen könnten.

Alex Demirovic, der uns nahestehende unermüdliche sozialwissenschaftliche Analytiker hat auf einem Rosa-Luxemburg-Symposium eine vorzügliche, aber für uns alle unbequeme Perspektive für die Linke entworfen: Relativierung der Staatsfixierung und der Beteiligung an der repräsentativen Demokratie - und hin zu einer Partei der Bürgermacht von unten.

Damit wären erheblich...


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