Unverblümt, ehrlich

Der Dokumentarfilm »an die freundinnen« erzählt die Geschichte russischer Lesben

  • Von Anna Bezrogova
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Am Drehort in Sankt Petersburg dürfte dieser Film der Regisseurin und Autorin Natalja Sharandak nicht mehr gezeigt werden. Er würde unter die Kategorie »Homosexuelle Propaganda« fallen. In ihrer Wahlheimat Berlin wurde er am Donnerstagabend im Schwulen Museum gezeigt und positiv aufgenommen.

Der Film »an die freundinnen« aus den Jahren 1992-93 fand in einem Raum statt, wo eine Ausstellung von der Künstlerin Petra Gall zu sehen ist. Diese dokumentierte unter anderem den ersten Christopher Street Day (CSD) 1992 in Sankt Petersburg. Dort traf Gall Sharandak, die eine Mitorganisatorin des CSD war. Auf dem CSD lernte Sharandak auch einige Protagonistinnen ihres Films kennen.

Im Film werden Porträts von sechs unterschiedlichen Frauen gezeichnet, die eines vereint: das Bekenntnis zum Lesbischsein in den Zeiten der Perestroika. Der Film ist in Interviewform gedreht. Die Namen werden nicht genannt, so dass zunächst eine gewisse Distanz bl...


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