Ritt über den Bodensatz

  • Von Wolfgang Hübner
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Wolfgang Hübner, stellvertretender nd-Chefredakteur

Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich, heißt es. Manches aber schon. Zu der Kategorie von Vergleichen, die nicht nur hinken, sondern gewaltig humpeln, zählen Nazivergleiche aller Art. Denn der Faschismus, der Zweite Weltkrieg, der Holocaust, die Verbrechen der Nationalsozialisten sind einzigartig. Ihre über die Jahrzehnte bis ins Heute wuchernden rhetorischen Wurmfortsätze taugen nicht als Sprachschablonen für einen zivilisierten Umgang.

Das sollte eigentlich jeder Mensch verinnerlicht haben, der halbwegs bei Troste und nicht gerade eingefleischter Anhänger der Totalitarismustheorie ist. Dennoch vergeht kaum eine Woche, in der nicht irgendjemand aus dem eitlen Bereich des öffentlichen Interesses mit einem Nazivergleich aufwartet. Diese Woche landete den Treffer ein Olympiareporter. Tagelang hatten die deutschen Fans auf die erste Medaille warten müssen. Dann riss es den ARD-Reitexperten Carsten Sostmeier angesichts der Überlege...


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