Werkvertrag heißt Häuserkampf

Gewerkschaften und Betriebsräte entwickeln Aktivitäten gegen neue Unternehmensstrategie

  • Von Marcus Schwarzbach
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Leiharbeit ist ein bisschen eingehegt, nun nutzen Unternehmer mehr und mehr den Werkvertrag, um Personalkosten zu senken. Betriebsräte schlagen Alarm.

Die Zahl der Werkverträge steigt. »Die nächste Masche, um Menschen billig in unsichere Jobs und an den Rand der Betriebe zu drängen«, kritisiert die IG Metall auf ihrer Homepage. Betriebsräte schlagen Alarm.

Der Boom ist kein Zufall: Schon im September 2011 fand eine Tagung des Münchner Zentrum für Arbeitsbeziehungen und Arbeitsrecht statt. Vertreter des Kapitals von Metro und Siemens, Leiharbeitsunternehmen wie Randstad und Manpower und die KPMG Beratungsgesellschaft ließen sich konkrete Hinweise geben, wie durch Werkverträge statt Leiharbeit Gewinne gesteigert werden.

Die Bundesregierung lehnt eine gesetzliche Neuregelung ab - in der Praxis entwickeln daher Betriebsräte vor Ort Gegenstrategien. Häufig beginnt die Betriebsratsarbeit dabei mit Recherche. Oftmals stellen Betriebsräte fest, das neue Beschäftigte im Betrieb sind. Dann ist die Frage zu klären, ob es sich um einen Werkvertrag oder um »Leiharbeit« handelt. Diese Inf...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.