Die Oglala kämpfen wieder - gegen Bierkonzerne

Ein Reservat in South Dakota verlangt von großen Brauereien Entschädigung wegen der Folgen des Alkoholschmuggels

  • Rudolf Stumberger, Pine Ridge
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Von Pine Ridge im US-Bundesstaat South Dakota nach Whiteclay in Nebraska sind es nur zwei Meilen. Whiteclay, ein winziges Kaff mit elf, manche sagen zwölf Einwohnern, besteht vor allem aus vier Getränkeläden. Jedes Jahr gehen 500 000 Dosen Bier über die Theke. Die Kunden kommen aus dem Indianerreservat Pine Ridge. Betrunken liegen einige im Schatten oder torkeln die Gehwege entlang. Sie kommen hierher, da im Reservat Genuss, Besitz und Transport von Alkohol verboten sind. Der Bierkonsum fordert unter den Angehörigen des Oglala-Sioux-Volkes Tribut. Nun aber reicht es: Der Stamm hat Brauereien, deren Produkte in Whiteclay verkauft werden, wegen Unterstützung des Alkoholschmuggels auf 500 Millionen Dollar Schadenersatz verklagt.

20 Autominuten nordöstlich von Pine Ridge liegt Wounded Knee. Auf einem Friedhofshügel steht das Denkmal für die Opfer des Massakers von 1890, als die US-Kavallerie hunderte Männer, Frauen und Kinder des Lakota...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.