Monsanto steht auf der Gewinnerseite

Nach dem kalten Putsch in Paraguay wird der Weg für den massiven Einsatz der Gentechnik frei gemacht

  • Von Jürgen Vogt, Buenos Aires
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Paraguays Landwirtschaftsbehörden legalisieren den Einsatz der Gentechnik in großem Maßstab. Die durch einen kalten Putsch an die Macht gekommene Regierung Federico Franco räumt die Hürden aus dem Weg.

Obwohl bisher nur eine genmanipulierte Saatgutsorte der ersten technisch-veränderten Generation bei Soja und Mais zugelassen ist, versorgen sich Paraguay Landwirte unkontrolliert schon lange aus den Nachbarstaaten mit höherentwickelten Samenkörnern. Bis Ende des Jahres soll der Einsatz einer neuen Gen-Saatgutsorte bei Soja und Baumwolle der zweiten Generation und fünf Maissorten zugelassen werden.

Besonders beim Mais drängen die Saatguthersteller Monsanto, Syngenta und Dow Chemical mit Macht auf die Zulassung ihres gentechnisch veränderten Saatguts. Monsanto ist mit seinem Mais »VT3 Pro« bisher am weitesten vorangekommen. Am 6. August erteilte das Gesundheitsministerium die Zulassung des Gen-Mais für den menschlichen Verzehr. Jetzt geht der Antrag weiter zur Comisión Nacional de Bioseguridad (Combio) und von dort zum Landwirtschaftsministerium. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis Gen-Mais in Paraguay erstmals offiziell zu gelas...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.