Monetärer Riss durch die Eurozone

EU-Zentralbank möchte mit dem Ankauf von Staatsanleihen die Lage normalisieren

Das Geldsystem in der Eurozone ist im Zuge der Krise aus den Fugen geraten. Die Europäische Zentralbank (EZB) möchte nun mit erneuten Käufen von Staatsanleihen gegensteuern.

Ein monetärer Riss geht durch die Währungszone. Am stärksten im Fokus stehen dabei die stark gestiegenen Zinsunterschiede zwischen den Staatsanleihen der Länder. Während sich Deutschland quasi zum Nulltarif Geld leihen kann, bekommen die Krisenländer nur zu extrem ungünstigen Konditionen Kredit - die hohen Zinsen verschärfen aber die äußerst schwierige Haushaltslage.

Doch es gibt auch in der realen Wirtschaft solche Entwicklungen. So bekommen spanische Mittelständler im Gegensatz zu den Kollegen in Deutschland, wenn überhaupt, nur zu sehr hohen Zinsen ein Darlehen. Ausgerechnet die in der Rezession steckenden Länder steuern auf eine Kreditklemme zu. Das liegt auch daran, dass Großbanken ihre Töchter in den Krisenländern von der Mutter abnabeln, um ein wahrscheinlicher werdendes Auseinanderbrechen der Eurozone zu verkraften. Da kaum noch Geld nach Spanien oder Italien fließt und viele Bürger ihre Euro lieber in Frankreich oder Deuts...


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