Flucht vor dem Sparregime

Zu Hause ohne Jobchance: In München haben griechische Erzieherinnen ihre Arbeit aufgenommen

  • Von Rudolf Stumberger, München
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

In Griechenland wird gespart. Die Folgen sind in Deutschland meist nur nachzulesen. Doch zuweilen begegnet man ihnen auch. In München wurden acht junge Griechinnen als Erzieherinnen eingestellt. Griechische Schulen in Deutschland schaffen ihre Obersstufe ab. Und Gewerkschafterinnen berichten über die Lage in ihrem Land.

Wer die Innere Mission München sucht, findet die Hauptverwaltung an der Landsberger Straße Nr. 40, eine viel befahrene Ringstraße. Es ist Montag Vormittag und heute ist Fototermin: Acht junge Frauen posieren unter der blauen Leuchtschrift »Inner Mission«, die Pressefotografen rangeln ein wenig um die besten Plätze. Später sollen sich die Frauen noch einmal aufstellen, diesmal mit den blauen Regenschirmen, die sie von der Geschäftsleitung zur Begrüßung erhalten haben. Und das ist irgendwie doch sehr symbolhaltig und hat etwas mit dem Euroschutzschirm zu tun, den die EU-Banker über Griechenland aufgespannt haben. Und mit dem vor allem von Deutschland aufgezwungenen rigiden Sparkurs, wodurch die Arbeitslosigkeit in Griechenland in die Höhe schnellte und junge Menschen kaum noch eine Arbeit finden. So wie die Erzieherinnen, die am Montag ihren Job in den Kindergärten der Inneren Mission begannen.

Eine davon ist Panagiota Rogkakou. Sie ...


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