Jein zum Fracking

Gleich 2 Minister stellen in NRW 1 Gutachten zur Förderung unkonventionellen Erdgases vor

  • Von Marcus Meier
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Rot-Grün kann sich in NRW nicht zu einem Fracking-Verbot durchringen: SPD-Wirtschaftsminister Duin will die Tür zum unkonventionellen Erdgas nämlich nicht zugeschlagen sehen. Also: Keine Chemie, aber Probebohrungen, dann Dialog mit Gegnern und Profiteuren der Erdgas-Förderung – und die Hoffnung auf künftige saubere Frack-Methoden.

Welch ein Formelkompromiss: Ein »Nein!« zu Fracking mit giftigen Chemikalien – verkauft durch Umweltminister Johannes Remmel (Grüne). Ein »Ja!« zu Probebohrungen, verteidigt durch Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD). Es herrscht betonte (vielleicht etwas überbetonte) Einigkeit zwischen den beiden Mitgliedern der rot-grünen Landesregierung Nordrhein-Westfalens, als sie an diesem Freitag das Gutachten »Fracking in unkonventionellen Erdgas-Lagerstätten in NRW« (exakter: dessen 70-seitige Kurzfassung) vorstellen. Nur einen Tag, nachdem Bundesumweltminister Peter Altmaier ein anderes ansatzweise fracking-kritisches Gutachten vorgelegt hatte.

»Grundsätzlich« kein Fracking...


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