• Politik
  • Werkschau des slowakischen Filmregisseurs Juraj Jakubisko in Berlin

Vom Ende der Welt

  • Von Martin Mund
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Sein erster langer Spielfilm galt als ein großes Versprechen: »Christusjahre« (1966) von Juraj Jakubisko. In schwarzweißen, meist überbelichteten Bildern, die fiebrig und surreal wirken, beschrieb er den Alltag eines Malers. Ein Mann, der sich selbst als närrischer Grübler sieht, anders als sein Bruder, ein Fliegeroffizier und Muster an Geradlinigkeit. Mit dieser Arbeit variierte Jakubisko ein Hauptthema der tschechoslowakischen »Neuen Welle«: die kompromißlose, selbstquälerische Suche der jungen Generation nach ihrem Platz im Leben. Schon das Debüt brachte ihm den Ruf ein, der »osteuropäische Fellini« zu sein. Dem 1938 in der Ostslowakei geborenen Regisseur widmet das Berliner Kino »Babylon« ab Samstag eine umfangreiche Retrospektive. Gerade seine frühen Produktionen machen deutlich, welche Welthaltigkeit das CSSR-Kino einst besaß und welche Kraft verlorenging, nachdem die Panzer des Warschauer Pakts den Prager Frühling niedergewalzt ...


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