wmm Justiz knickt vor Banken ein
Erste Urteile wegen Hilfe bei Steuerhinterziehung Von Werner Rügemer
Erstmals in Deutschland wurden jetzt Vorstandsmitglieder eines Geldinstitutes wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung bestraft. Dennoch kam die Dresdner Bank bei der Justiz allzu glimpflich davon.
Ende März wurde gegen den ehemaligen Vorstandssprecher der Dresdner Bank, Jürgen Sarrazin, und gegen den Geschäftsleiter der Dresdner Bank Luxemburg, Friedrich Otto Wendt, Strafbefehl erlassen: jeweils ein Jahr Gefängnis auf Bewährung sowie Geldbußen in Höhe von 1,5 und 0,5 Millionen Mark. Gegen die Bank wurde eine Geldbuße von 37 Millionen Mark verhängt. Sarrazin und Wendt sind, so das Düsseldorfer Amtsgericht, verantwortlich, daß Kunden über Jahre hinweg hohe Geldsummen anonym ins Ausland transferieren konnten. Hauptsächlicher Zweck, die Hinterziehung von Steuern.
Die ersten Strafbefehle bei den seit Jahren laufenden Ermittlungen gegen zahlreiche Geldhäuser in Nordrhein-Westfalen und Frankfurt (Main) klingen konsequent, aber sie haben kräfti...
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