LER als Modell auch für den Westen?

Für Heidelberger Religionspädagogen ist das Fach ein bundesweiter Demokratie-Durchbruch Von Wilfried Neiße

Die Zukunft des Unterrichtsfaches Lebensgestaltung, Ethik, Religionsunterricht ist weiter ungewiss. »Es existiert offenbar ein Stillhalteabkommen zwischen SPD und CDU, bis das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes gefällt wird«, sagte der Vorsitzende des Fachverbandes LER, Peter Kriesel, gestern in Potsdam. Trotz der feindlichen Haltung der CDU gegenüber diesem Pflichtfach »laufen die Dinge zunächst weiter, wie geplant«.

Unterstützung erhielt das LER-Konzept jetzt vom Heidelberger Religionspädago-

gen Dieter Fauth, der das Konzept LER als »Durchbruch« im bundesdeutschen Maßstab gelobt hat. Der »stille Konsens« zwischen Staat und Kirche, wie er die alten Länder noch bestimme, trage heute immer weniger. Fauth hob hervor, dass LER auf religiöse Fragen eingeht, ohne eine Konfession absichtsvoll zu bevorzugen oder zu vernachlässigen. In Zeiten, in denen auch im Westen Deutschlands die Religiosität die Kirchen mehr und mehr verlasse, stelle ...


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