Letzte Tour der Kahnpostfrau

Andrea Burger beendete ihre erste Saison / Von nun an muss sie über viele Brücken gehen

  • Lesedauer: 1 Min.

Lübbenau (dpa). Die erste Saison ist geschafft: Deutschlands einzige Kahnpostfrau ist am Samstag zum letzten Mal in diesem Jahr zu Wasser unterwegs gewesen - bei stürmischen Herbstwetter. »Heute geht es wohl kaum ohne Regenzeug«, sagte Andrea Bunar. Den Sommer über war die 41-Jährige dagegen - trotz wechselhaften Wetters - meist trocken davongekommen. »Und ins Wasser gefallen bin ich auch nicht - obwohl mir die Fährmänner eine Wassertaufe angedroht hatten«, berichtete sie lachend nach ihrer ersten Saison als »schwimmende Postbotin« in dem Biosphärenreservat.

Montags bis samstags hat Andrea Bunar bei ihrer Kahntour vom südbrandenburgischen Lübbenau zum benachbarten Ortsteil Lehde (Oberspreewald-Lausitz), der auf einer Insel liegt, mehr als 60 Haushalte beliefert. »Die Zeit verging dabei unheimlich schnell - vor allem wegen des großen Medieninteresses«, schilderte sie. Die neue Kahnpostfrau hatte sogar Fernsehteams aus Frankreich und Belgien in den Spreewald gelockt.

Angesichts dieser Aufmerksamkeit und dem damit verbundenen Trubel freut sich die Postbotin auf die ruhigeren Wintermonate - obwohl die Arbeit beschwerlicher wird. »Die Zustellung ist umständlicher, ich muss über viele Brücken laufen«, berichtete sie. Entsprechend groß wird dann voraussichtlich die Vorfreude sein, wenn es im kommenden April wieder im gelben Aluminiumkahn auf das Wasser geht.

App »nd.Digital«

In der neuen App »nd.Digital« lesen Sie alle Ausgaben des »nd« ganz bequem online und offline. Die App ist frei von Werbung und ohne Tracking. Sie ist verfügbar für iOS (zum Download im Apple-Store), Android (zum Download im Google Play Store) und als Web-Version im Browser (zur Web-Version). Weitere Hinweise und FAQs auf dasnd.de/digital.

Linken, unabhängigen Journalismus stärken!

Mehr und mehr Menschen lesen digital und sehr gern kostenfrei. Wir stehen mit unserem freiwilligen Bezahlmodell dafür ein, dass uns auch diejenigen lesen können, deren Einkommen für ein Abonnement nicht ausreicht. Damit wir weiterhin Journalismus mit dem Anspruch machen können, marginalisierte Stimmen zu Wort kommen zu lassen, Themen zu recherchieren, die in den großen bürgerlichen Medien nicht vor- oder zu kurz kommen, und aktuelle Themen aus linker Perspektive zu beleuchten, brauchen wir eure Unterstützung.

Hilf mit bei einer solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl.

Unterstützen über:
  • PayPal