Paradoxe Verhältnisse

DIE GROßE DEPRESSION

  • Von Jörg Roesler
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der New Yorker Paul Mattick, fast zwei Jahrzehnte lang Herausgeber einer renommierten Ökonomenzeitschrift, sagte 2007 voraus, dass die neue Wirtschaftskrise nicht wie im Falle der Großen Depressionen von 1873 bis 1893 (Gründerkrise) sowie 1929 bis 1939 (Weltwirtschaftskrise) rasch wieder von einer Konjunktur abgelöst werde, vielmehr würde diesmal eine lange Stagnationsphase folgen. Womit er, wie wir heute wissen, wohl recht hatte. Mattick widersprach mit seiner Prognose sowohl den Vertretern der neoliberalen Wirtschaftstheorie wie auch den Anhängern von Keynes.

Erstere glaubten, man werde die Krise wieder los, wenn man die externen Störungen, die den weltweiten freien Kapitalfluss hemmten, beseitige. Sie plädierten für den fortgesetzten Rückzug des Staates aus der Ökonomie und den Sozialsystemen. Letztere verlangten dagegen ein stärkeres Engagement des Staates für mehr Beschäftigung, um die Absatzkrise durch Steigerung der Nachfrag...


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