Unglaublich: Friedensnobelpreis an EU

Reaktionen auf Entscheidung des Osloer Komitees zwischen »wunderbar« und »seltsam«

  • Von Ingolf Bossenz
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Ob es eine »wunderbare« Entscheidung war, wie Angela Merkel meint, ist gewiss Ansichtssache. Eine überraschende war es auf jeden Fall: Die Vergabe des Friedensnobelpreises 2012 an die Europäische Union.

Weder Panzer noch andere Militärfahrzeuge rollten am Freitag während der Militärparade zum spanischen Nationalfeiertag über den Madrider Prachtboulevard Paseo de la Castellana. Allerdings war diese militärische Beschränkung keine spontane Reaktion auf die Vergabe des Friedensnobelpreises an die EU, sondern eine Folge der spanischen Finanzkrise.

Angemessen wäre eine solche symbolische Geste durchaus gewesen. Schließlich hatte das norwegische Nobelkomitee in seiner Preisbegründung ausdrücklich auf »die stabilisierende Rolle der EU bei der Verwandlung Europas von einem Kontinent der Kriege zu einem des Friedens« verwiesen. Da könnte man schon mal auf das Rasseln von Panzerketten verzichten. Ob in Madrid oder andersw...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.

0
Beiträge gelesen

Hilf mit bei einer solidarischen Finanzierung und kaufe eine virtuelle Ausgabe des »nd«

0
Beiträge auf nd-aktuell gelesen

Hilf mit, die Seiten zu füllen!

Zahlungsmethode