Wertkonservativ, jedenfalls nicht links

Kretschmann will Öffnung zur CDU

  • Tom Strohschneider
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In Gelsenkirchen hatten die Bewerber für die Kandidaten-Doppelspitze der Grünen beim elften Urwahlforum das letzte Mal Gelegenheit, sich der Basis zu präsentieren. Doch nicht nur die Personalfrage ist bei den Grünen aktuell - vor der Bundesdelegiertenkonferenz im November gewinnt die Debatte über den Kurs der Partei wieder an Fahrt. Nach Erfolgen im Südwesten versuchen Realos, die Grünen noch weiter auf einen Kurs der Mitte zu drängen.

Wer im sozialen Netzwerk Facebook die Diskussionen zwischen Spitzengrünen aus dem Südwesten verfolgt, bekommt eine Ahnung über die immer noch bestehende Schärfe der Flügelauseinandersetzung in der Partei.

»Es reicht jetzt«, erwehrte sich da die Bundestagsabgeordnete Sylvia Kotting-Uhl gegen Kritik des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer. Der Realo hatte der dem linken Lager zugerechneten Frau vorgeworfen, ihn als »unsympathischsten« Grünen bezeichnet zu haben. Was Kotting-Uhl zurückweist. Palmer habe nun jedoch, ergänzte sie, »gute Chancen«, für sie dazu zu werden.

Hinter dem Streit stehen zwei Gründe. Einer hat mit der Frage zu tun, wer auf welchem baden-württembergischen Listenplatz zur Bundestagswahl antritt. Auf einem Parteitag im Dezember bestimmen die Südwest-Grünen ihre Kandidaten. Nach dem Erfolg der Grünen bei der Landtagswahl 2011 und zuletzt durch Fritz Kuhn im Rennen um das Stuttgarter Oberbürgermeisteramt, si...


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