Europäische Konferenz zur Vernetzung des sozialen Widerstands

Florenz, zehn Jahre später: ein neuer Versuch

  • Von Hugo Braun
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Seit heute treffen sich in Italien Mitglieder europäischer sozialer Bewegungen zur Konferenz »Florenz 10 + 10«, um eine gemeinsame, aktivistische Antwort auf die Sparpolitik und die europäische Demokratiekrise zu suchen. Das Treffen findet zehn Jahren nach dem ersten Europäischen Sozialforum (ESF) statt und soll eine Strategie und Vision für die kommenden zehn Jahre entwickeln. Mit dabei ist Hugo Braun aus dem attac-Koordinierungskreis, der schon zu den Organisatoren des ESF 2002 in Florenz gehörte. Er schreibt über die Geschichte und die Chancen von »Florenz 10 + 10« und der Sozialproteste.

Für viele wird es ein vertrauter Ort sein, diese Fortezza da Basso im Herzen des schönen Florenz. In diesem wehrhaften Gemäuer aus dem 16. Jahrhundert fand vor genau zehn Jahren das erste europäische Sozialforum statt. Etwa 40 000 Menschen aus ganz Europa diskutierten im Geiste des Weltsozialforums von Porto Alegre Perspektiven für »eine andere Welt jenseits von Kapitalismus und Krieg«. Das Forum war geprägt vom bevorstehenden Angriff auf den Irak und inspirierte weltweit die Massendemonstrationen gegen diesen Krieg. Die große Krise kündigte sich erst als dunkler Schatten am politischen Horizont an, dennoch schien sich hier in dieser Renaissance-Festung der Erfolg versprechende Kern einer sozialen Widerstandsfront gegen das unheilvolle Bündnis aus Konzernen, Finanzmarkt- und EU-Institutionen zu formieren.

Zehn Jahre später leben wir in der Wirklichkeit dieser Krise, die unterschiedlich schmerzhaft in den europäischen Regionen...


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