Der Osten als Wertanlage

Rolf Elgeti, Chef der TAG Immobilien AG: »Wohnen ist in Deutschland zu billig«

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Mit dem Kauf der TLG-Wohnungen für rund eine halbe Milliarde Euro steigt die frühere »Eisenbahn Aktiengesellschaft Schaftlach-Gmund-Tegernsee« in den Kreis der Top-Immobilienkonzerne auf. Hinter dem jüngsten Expansionskurs der über 100 Jahre alten TAG aus Hamburg steht ein Ex-Investmentbanker, dem die Mieten in Deutschland zu niedrig sind - noch.

Für »bauernschlau« hält die Wirtschaftszeitung »Handelsblatt« den Chef der TAG Immobilien AG in Hamburg, Rolf Elgeti. Der Sohn eines Landwirtes, in Mecklenburg aufgewachsen, schmiss seine Karriere in der Londoner Finanzwelt noch vor der Lehman-Pleite hin. Nach einer steilen Karriere bei der Schweizer UBS, der Commerzbank und der niederländischen ABN Amro hatte Elgeti zu den bekannteren deutschen Aktienanalysten gehört und galt als origineller Denker. Er hätte es ganz nach oben schaffen können, meinen Beobachter. Aber Elgeti wollte selber ins Geschäft. Bei einem Glas Rotwein, so erzählte er später, sei ihm mit Freunden in der Londoner City der Gedanke gekommen, in sogenannte Zinshäuser sein Geld anzulegen. So nennen Investoren Mietshäuser. Der geografische Schwerpunkt: Ostdeutschland, die alte Heimat.

Elgeti überzeugte Finanzanleger, ihm Geld für Zukäufe zu geben. Im Jahr 2009 übernahm er dann den Chefposten bei der TAG Immobilien. ...


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