Die Fadschr-Raketen haben das Kräfteverhältnis verändert

Irans Regierung bekennt sich zur strategischen Unterstützung für die Hamas im aktuellen Gaza-Konflikt

  • Oliver Eberhardt, Jerusalem
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Iran hat sich demonstrativ zu militärischer Hilfe für die Hamas bekannt. Teheran sei »stolz, das palästinensische Volk und die Hamas verteidigen zu können«, sagte Parlamentspräsident Ali Laridschani am Mittwoch laut der Internetseite des Parlaments.

Es ist eine Waffe, die den aktuellen Nahostkonflikt verändert hat: Mit den Fadschr-5-Raketen sind erstmals auch Tel Aviv und Jerusalem in die Reichweite der Hamas geraten. Nun hat Iran eingestanden, die Technologie dafür geliefert zu haben - und damit auch seinen eigenen Konflikt mit Israel vor die Haustür des jüdischen Staats getragen.

Mehr als 20 Jahre lang hatten die Einwohner von Tel Aviv Ruhe. Ja, es gab Bombenanschläge. Aber ganz gleich, ob es Krieg in Libanon gab, gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen israelischem Militär und palästinensischen Demonstranten im Westjordanland oder Militäroperationen im Gazastreifen - der Nahostkonflikt, die »Situation«, wie er in Israel umgangssprachlich genannt wird, war immer weit weg.

Dies hat sich im Laufe der vergangenen Woche geändert. Erstmals seit dem ersten Golfkrieg Anfang der 90er Jahre geriet Israels Wirtschaftsmetropole wieder unter Beschuss, und das gleich mehrmals. Die Waf...


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