Hurrikan traf auch Kubas Agrarreform

Schäden behindern Restrukturierung der landwirtschaftlichen Kooperativen

  • Von Harald Neuber
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In Kuba dauert der Wiederaufbau nach dem verheerenden Hurrikan »Sandy« an. Mitte November gab die Regierung bekannt, sie übernehme die Kosten für Baumaterialien zur Hälfte. Damit sollen vor allem Reparaturen im schwer getroffenen Osten des Landes beschleunigt werden.

In der Provinz Santiago de Cuba sind nach bisherigen offiziellen Angaben 46 000 Häuser beschädigt oder zerstört. Rund 100 000 Hektar Ackerland wurden verwüstet, knapp 13 000 Tonnen Lebensmittel zerstört. Dabei hatten die Agrarbehörden zuletzt ehrgeizige Pläne für die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion.

Die seit 20 Jahren bestehenden Agrargenossenschaften hatten im September mehr Autonomie zugestanden bekommen, auch die Zuckerindustrie soll neu aufgebaut werden. Vorrangiges Ziel bleibe, die Selbstversorgung Kubas zu stärken. Denn nach wie vor müssen über zwei Drittel der Nahrungsmittel importiert werden. Allein im vergangenen Jahr wurden 1,7 Milliarden US-Dollar für die Einfuhr von Lebensmitteln verwendet.

»Natürlich wirft eine solche Naturkatastrophe wie der Hurrikan uns auch in den Anstrengungen zurück, die Importe durch gesteigerte Eigenproduktion auszugleichen«, sagte Teresa Planas, die Präsidentin der Kubanischen...


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