Wenig Arbeit, viel Kohle

Peer Steinbrück verlässt den kriselnden Stahlriesen ThyssenKrupp

  • Von Aert van Riel
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die SPD feiert Peer Steinbrück als neuen Vorkämpfer für soziale Gerechtigkeit. Für das Unternehmen ThyssenKrupp, in dessen Aufsichtsrat er noch bis Ende des Jahres sitzen wird, spielt soziale Verantwortung allerdings oft überhaupt keine Rolle.

Das Bekanntwerden von Milliardenverlusten und Korruptionsermittlungen beim Stahlriesen ThyssenKrupp lenkt auch den Blick auf eine Nebentätigkeit von Peer Steinbrück. Der SPD-Kanzlerkandidat wird noch bis Ende des Jahres als Vertreter der Krupp-Stiftung im Aufsichtsrat des Unternehmens sitzen. Er gehört dem Gremium zusammen mit 19 weiteren Mitgliedern an. Der Chef des Aufsichtsrats steht derzeit massiv unter Druck. Aktionärsvereinigungen fordern den Rücktritt von Gerhard Cromme. Er soll nicht genug gegen Korruption und Kartellabsprachen unternommen haben. Es ist offen, ob schon bald ähnliche Vorwürfe auch gegen Steinbrück laut werden. Das nun von der Krupp-Stiftung verkündete Ende seiner Tätigkeit ist aber nicht der derzeitigen Unternehmenssituation geschuldet. Diesen Schritt hatte Steinbrück bereits angekündigt, nachdem er Anfang Oktober von der Parteispitze zum Kanzlerkandidaten nominiert worden war. Er wollte sich nicht angreifbar ma...


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