Erkner, die Gerhart-Hauptmann-Stadt

Namenszusatz soll die Kommune aufwerten sowie Investoren, Touristen und Geld anlocken

  • Von Rainer Funke
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Bedenken sind nunmehr Schnee von gestern. Erkner legt sich den Beinamen Gerhart-Hauptmann-Stadt zu. In gar seltener Eintracht hatten dies die Fraktionschefs von LINKE, SPD und CDU der Stadtverordnetenversammlung vorgeschlagen. Es gab nur zwei Gegenstimmen aus der CDU. Vor 150 Jahren war der Dichter geboren worden, vor 100 Jahren verlieh man ihm den Literaturnobelpreis.

Gerhart Hauptmann wohnte zwischen 1885 und 1889 in Erkner. Hier schrieb er die Novellen »Fasching«, »Bahnwärter Thiel«, »Der Apostel« sowie sein Erstlingsdrama »Sonnenaufgang«. Und in vielen seiner Werke wie »Der Biberpelz« oder »Till Eulenspiegel« gibt es einen Bezug zu Erkner. Er schulde der Gemeinde unendlichen Dank, bekannte der Meister.

Zwei Enkelinnen und zwei Urenkelinnen Hauptmanns sowie etliche Vereine und Organisationen unterstützten das Ansinnen des Namenszusatzes und damit den Versuch, die Kommune aufzuwerten. Von dem Beinamen Gerhart-Hauptmann-S...


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