Ramses III. ermordet

Wissenschaftler decken altes Komplott auf

Der Mitte des 12. Jahrhunderts vor Christus gestorbene Pharao Ramses III. wurde neuesten Erkenntnissen zufolge ermordet. Ein internationales Wissenschaftlerteam fand anhand von computertomographischen Untersuchungen (CT) heraus, dass dem altägyptischen Oberhaupt die Kehle durchtrennt wurde.

Die Halsverletzung an der Mumie sei Angaben der Universität Tübingen zufolge durch eine Halskrause verdeckt gewesen und erst durch die CT-Bilder sichtbar geworden. Bislang war nur klar, dass Ramses III. im Jahr 1155 vor Christus im Alter von etwa 65 Jahren starb, die Todesursache aber war nicht bekannt.

Das ägyptische Museum von Turin verwahrt ein Papyrus, auf dem berichtet wird, dass eine der Nebenfrauen des Pharao den Mord an ihrem Gatten plante und ihren Sohn auf den Thron bringen wollte. Die Verschwörung wurde entdeckt und alle Beteiligten vor Gericht gestellt und bestraft. Bislang unklar war jedoch das Schicksal des Königs selbst.

Ein Team um den Tübinger Genetiker Carsten Pusch untersuchte die Mumie des Pharaos in Kairo mithilfe von computertomographischen, radiologischen und molekulargenetischen Methoden. In den CT-Aufnahmen konnten die Forscher außerdem ein Amulett in der Wunde erkennen, ein altägyptisches Symbol zum Schutz vor Unfällen und zum Wiedergewinn von Kraft. Die durchtrennte Kehle und das Amulett seien eindeutige Hinweise auf einen Mord. epd

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