Aufbruch in eine neue Zeit

Die Mayas haben den Weltuntergang weder prophezeit noch haben sie Angst davor

  • Von Andreas Boueke, Guatemala-Stadt
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Der 21. Dezember 2012 hat für die weltweit etwa sechs Millionen Mayas zwar große Bedeutung, doch den Weltuntergang erwarten sie nicht. Vielmehr gilt der Tag als Beginn eines neuen Zeitalters als Aufbruch in neue Zeiten.

Die antiken Mayas haben die Gestirne beobachtet, die Bewegungen der Sonne, des Mondes, der Sterne. Sie haben die Zyklen des Klimas interpretiert, die Länge der Tage und der Nächte, die Wärme und die Kälte, den Regen und die Trockenheit. Dann haben sie ein Jahr definiert, eingeteilt in 18 Einheiten von 20 Tagen. Am Ende eines Jahres stehen fünf heilige Tage, in denen über die Vergangenheit nachgedacht werden soll, über Gegenwart und Zukunft. So dauerte ein Jahr im Kalender der Maya 365 Tage, genauso lange wie in dem heute bei uns gebräuchlichen gregorianischen Kalender.

Die Mayas sind nicht nur Menschen der Vergangenheit, die einstmals in den Gebäuden gelebt haben, deren Ruinen heute Touristen aus aller Welt ins Staunen versetzen. In dem mittelamerikanischen Land Guatemala stellen sie noch immer eine Mehrheit der Bevölkerung. Sie sprechen ihre eigenen Sprachen, treiben Ackerbau auf ähnliche Weise wie ihre Vorfahren vor über tausend ...


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