Kompass auf schwarz-rot-goldenem Band

Eckhard Jesse und Jürgen P. Lang fragen, ob DIE LINKE eine »gescheiterte Partei« sei

  • Tom Strohschneider
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Ein Sonnenuntergang, ganz in Rot getaucht; ein Kompass auf schwarz-rot-goldenem Band: Wer das neue Buch der Politikwissenschaftler Eckhard Jesse und Jürgen P. Lang über die Linkspartei zur Hand nimmt, wird auf dem Cover mit sinnreicher Symbolik konfrontiert. Das Abendrot für den angeblichen Niedergang der Linkspartei, der deutschlandfarbene Richtungsanzeiger für das normative Fundament, auf dem das Urteil der Autoren gründet: Die LINKE sei »keine ›normale‹ Partei, keine, die den demokratischen Verfassungsstaat unterstützt«.

Das ist eigentlich auch schon der Kern eines Buches, das sich auf einen Vorgänger aus dem Jahr 2008 stützt und ein Erkenntnisraster über die Geschichte der fusionierten Partei legt, welches den Blick eher verstellt als neue Einsichten ermöglicht: Die Linkspartei »firmiert in diesem Buch als Partei des smarten Extremismus«, schreiben Jesse und Lang. Beide gehören zu den maßgeblichen Anhängern eines theoretischen A...


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