Der weiße Fleck

»Meeting Havana Cultura« im Freien Museum präsentiert Kunst aus Kuba

  • Von Volkmar Draeger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Zu den weißen Flecken in Europas Kunstwissen über den Rest der Welt gehört Kuba. Der kubanisch-französische Surrealist Wifredo Lam, der 1982 in Paris gestorben und dort mit seinem Werk auch vertreten ist, bildet eher die Ausnahme. Wer zumindest Havanna bereist hat, der weiß, dass es nahe dem Hafen einen Kunstmarkt gibt, auf dem Maler und Bildhauer ihre Arbeiten feilbieten. Und ist überrascht von der Qualität und Kreativität der kubanischen Szene.

Höchste Zeit daher, den sehr vielen inselweit agierenden Künstlern ein Podium auch in der Alten Welt zu eröffnen. Aus zahlreichen Quellen speist sich ihr Werk, den indigenen ebenso wie den spanischen der einstigen Eroberer und den Traditionen der von ihnen deportierten Sklaven aus Afrika. Entsprechend bunt und vielgestaltig fällt das künstlerische Œuvre aus, zumal es sich, neben den sozialistischen Vorgaben, auch an westlicher Moderne reibt. Dass das Land derzeit in einem Wandel begriffen i...


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