Das billige Schnitzel hat Folgen

Hoher Fleischkonsum der Industrieländer schädigt die Umwelt und fördert Armut

  • Von Rainer Balcerowiak
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Deutschen essen zu viel und zu billiges Fleisch, dessen Herstellung gravierende soziale und ökologische Probleme nach sich zieht. Das sind nur einige Ergebnisse des am Donnerstag vorgestellten Fleischatlas.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Heinrich-Böll-Stiftung fordern eine radikale Kehrtwende in der Agrarpolitik. Die gegenwärtig von agroindustriellen Konzernen geprägten Strukturen führten zu gravierenden Umweltschäden, beschleunigten den Klimawandel und gefährdeten die Nahrungsmittelversorgung ärmerer Länder, so Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, bei der Vorstellung des »Fleischatlas 2013« am Donnerstag in Berlin.

Weltweit werde mittlerweile ein Drittel der landwirtschaftlichen Flächen für den Futtermittelanbau genutzt. Millionen von Kleinbauern wurden in den vergangenen Jahren von ihrem Land verdrängt, um großflächigen Sojaanbau zu ermöglichen. Sie verlieren ihre Nahrungs- und Existenzgrundlage. Zudem führt die fortschreitende Rodung des Regenwaldes wegen des Futtermittelanbaus in den betroffenen Regionen zu dramatischer Wasserknappheit: Über alle Produktionsstufen verteilt werden f...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.