BKA fand 1998 Hinweise im NSU-Fall "ohne Bedeutung"

Untersuchungsausschuss beschäftigt sich mit Versäumnissen in Thüringen

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die endlose Reihe aufgedeckter Ungereimtheiten im Fall des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) reißt nicht ab: Das Bundeskriminalamt war bereits seit 1998 in die Suche nach dem NSU-Trio involviert.

Heute trifft sich in Berlin der NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages, um die Versäumnisse thüringischer Sicherheits- und Justizbehörden bei der "Jagd" auf die rechtsextremistische Mörderzelle des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) zu ergründen. Ein zuständiger Oberstaatsanwalt, ein Fahnder der Polizei und ein Hessenimport des Thüringer Verfassungsschutzes, der es bis zum Vizechef gebracht hat, sind als Zeugen geladen. Deren Erinnerungen sind etwa so dicht gewoben wie die Bespannung eines Tennisschlägers. Die Diagnose "Schwarmdemenz" macht nicht nur in Thüringen die Runde.

Verharmlosen, verschweigen, vertuschen, um dann doch erwischt zu werden - so kann man die "Mithilfe" der deutschen Sicherheitsbehörden bei den Ermittlungen zu den Verbrechen des NSU wohl am besten umschreiben. Nun ist das Bundeskriminalamt (BKA) mal wieder bei dreisten Lügen erwischt worden. Anders als Präsident Jörg Zierke und sein damaliger Viz...


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