In Rixdorf war Musike, heute tobt dort das Leben

In Neukölln erlebt man Berlin als internationale Metropole - ein Stadtbezirk voller Geschichten und Geschichte

  • Von Natascha Thoma und Isa Ducke
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Hohe helle Travertin-Säulen spiegeln sich in der Wasserfläche. Am anderen Ende des Beckens sitzt ein Grüppchen Senioren um die wasserspeienden Walrösser. Langsam filtert Morgenhelle durch die Oberlichter der Schwimmhalle, die einer römischen Therme nachempfunden ist. Beim Frühschwimmen im historischen Stadtbad entzieht sich Berlin-Neukölln allen Negativklischees.

Dabei steht das 1914 erbaute, ehrwürdige Bad nur ein paar Schritte von der Karl-Marx-Straße entfernt, Neuköllns grellbunter Shoppingmeile, die gegen 8 Uhr gerade erst erwacht. Im schicken Café Elit Simit sitzen schon zahlreiche Frühaufsteher bei Tee, Rührei und Sesamkringeln und planen den Tag.

Auf der anderen Straßenseite füllen die Restpostenläden ihre Straßenfront mit Metallschütten voller Spielzeug und Stoffturnschuhen. Neonfarbene Tücher und gemusterte Leggins für fünf Euro warten dort auf Kundschaft. Jeder zweite Laden wirbt mit Dumpingpreisen wegen Totala...


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