Sklavin, Königin, Liebende

Giacomo Meyerbeers »Vasco da Gama« an der Oper Chemnitz

  • Roberto Becker
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Die im 19. Jahrhundert hoch im Kurs stehende Grand Opéra ist vor allem das, was sie vorgibt zu sein: groß. Fünf Akte in üppiger Dekoration, mit großen Chören, Ballett-Einlagen und allem, was gerade so auf dem Markt war. Der weltläufige Giacomo Meyerbeer (1791-1864) war ihr gefeierter Meister. Heute braucht man schon einigen Ausgrabungsehrgeiz, um diese französischen Prachtstücke ins Repertoire zu schmuggeln. In Chemnitz, wo jetzt Meyerbeers »Vasco da Gama (Die Afrikanerin)« auf die Bühne kam, bringt man diesen Ehrgeiz auf - vielleicht auch, um sich von der allgemeinen Verdi-Wagner-Lastigkeit der Spielpläne abzusetzen.

Frank Beermann am Pult der Robert Schumann Philharmonie und Regisseur Jacob Peters-Messer folgen dem portugiesischen Seefah...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.