Ein leerer Fotorahmen

Claudia Piñeiro: »Betibú«, ein Krimi, der es in sich hat

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Betibú», diesen Spitznamen hat die Schriftstellerin Nurit Iscar, so glaubt sie, von einem verflossenen Liebhaber bekommen - Lorenzo Rinaldi, dem Chefredakteur der Tageszeitung «El Tribuno», der sich dann doch nicht von seiner Frau trennen wollte. Aber eigentlich hatte sich Jaime Brena den Namen ausgedacht, weil Nurit für ihn der Cartoon-Figur Betty Boop aus den zwanziger Jahren so ähnlich sah. Er schwärmte für sie. Damals war er noch Polizeireporter, inzwischen hat Rinaldi einen jungen Spund an seine Stelle gesetzt und ihm das Thema «gesellschaftliches Leben» übergeholfen. So vergnatzt ist Brena, dass er schon an vorzeitige Pensionierung denkt.«

Doch plötzlich lächelt ihm das Glück: ein Mord in den höheren Kreisen, für den die Polizei kaum Ansatzpunkte findet. Da müssten wenigsten lebendige Stimmungsschilderungen her, um Lesern die tägliche Unterhaltung zu liefern, meint der Chefredakteur. Er packt Nurit Iscar bei ihrer Ehre a...


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