China: Urbanisierung als Wirtschaftsmotor

Gut die Hälfte des Milliardenvolkes lebt schon in Städten / Zuzug soll heimische Nachfrage fördern

  • Andreas Landwehr (dpa), Peking
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

China hat eine neue Zauberformel: Urbanisierung. Auf der Suche nach Arbeit und Wohlstand ziehen Millionen Chinesen in die Städte. Das kurbelt Investitionen, Konsum und somit die Wirtschaft an. Aber das alte, strenge Meldesystem in China steht der Zukunft noch im Wege.

China will mehr Menschen in die Städte locken. Die Urbanisierung und dafür nötige Investitionen seien ein wichtiger Motor für das Wirtschaftswachstum in den kommenden Jahren, sagte der Vorsitzende der Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC), Zhang Ping, am Mittwoch in Peking. Der oberste Wirtschaftslenker kündigte am Rande der Jahrestagung des Volkskongresses vor der Presse an, dass bis zum Sommer ein Plan für eine »ordentliche und zuträgliche« Urbanisierung vorgelegt werde.

Die Verstädterung biete die »größte potenzielle Triebkraft«, um die heimische Nachfrage der zweitgrößten Volkswirtschaft der Erde anzukurbeln, sagte Zhang Ping. Gut die Hälfte des Milliardenvolkes lebt heute schon in Städten. Der Anteil stieg im vergangenen Jahr um 1,3 Punkte auf 52,57 Prozent. In diesem Jahr sollen es 53,37 Prozent werden, schätzt die Reformkommission.

Neben der Urbanisierung sollen auch Investitionen vorangetrieben werden, um die...


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