Schleusenwärter Ramsauer versagt

Nord-Ostsee-Kanal für große Schiffe gesperrt

  • Dieter Hanisch, Brunsbüttel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Kein Einlass mehr für große Schiffe in den Nord-Ostsee-Kanal, die alten Schleusenanlagen sind seit Jahren marode. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), der für die Bundeswasserstraße zuständig ist, steht schwer in der Kritik.

Erstmals in seiner fast 118-jährigen Geschichte ist der Nord-Ostsee-Kanal (NOK) für Schiffe über 125 Meter Länge komplett gesperrt. Grund für diese außergewöhnliche Entscheidung ist der Ausfall von gleich beiden großen Schleusenkammern in Brunsbüttel, die wegen Material- und Altersschwäche seit vielen Jahren nur noch notdürftig betrieben wurden. Von zwei kleinen Schleusenkammern ist zudem nur eine funktionstüchtig.

Immer wieder war in der Vergangenheit aus dem verantwortlichen Wasser- und Schifffahrtsamt im Bundesverkehrsministerium auf die Baufälligkeit und die drohenden Folgen hingewiesen worden. Doch in Berlin haben der amtierende Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und sein Vorgänger Wolfgang Tiefensee (SPD) das Thema ausgesessen.

Spatenstich im Wahlkampf

Erst vor der Landtagswahl im Frühjahr 2012 hatten die Parteien in Schleswig-Holstein auf die brenzlige Lage hingewiesen. Ramsauer erschien dann zwar prompt fü...


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