Poirot ermittelt an Bord

»Tod auf dem Nil« im Kriminaltheater

  • Von Lucía Tirado
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Charmant, schlau, verschlagen ist er. Agatha Christie erfand 1920 den erfolgreichen belgischen Meisterdetektiv Hercule Poirot. Nicht ohne Ironie. Poireau heißt Porree im Französischen. Und das bei der Figur. Kurzum, er rächte sich. Nicht lange, da hatte die Christie ein ambivalentes Verhältnis zu der Romanfigur, wollte Monsieur Superschlau wieder abschaffen. Doch er schlich sich immer in ihren Kopf - und gewann. In 33 ihrer Romane ließ sie ihn seine Arbeit machen.

»Death on the Nile«, ihr 1937 in London, dann 1959 erstmals in Deutschland als »Der Tod auf dem Nil« erschienener 22. Kriminalroman, wurde einer ihrer erfolgreichsten. Im Berliner Kriminaltheater haben Wolfgang Rumpf und Matti Wien ihn jetzt inszeniert. Sie orientierten sich an Roman und Film (GB 1978). Die Regie bedient sich humorvoller Zitate aus dem Buch. Beispielsweise Poirots Urteil darüber, dass Frauen Vernunft beweisen können. »Oft genug tun sie›s ja. A...


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