Freie wollen mitbestimmen

Freie Mitarbeiter des rbb fordern von der Politik, sich für ihre Rechte einzusetzen

  • Rainer Balcerowiak
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Ob bei Arbeitszeiten, Gesundheitsschutz, Diskussionen über betriebliche Abläufen - beim Rundfunk Berlin Brandenburg haben Freie nichts zu melden. Das wollen sie endlich ändern und machen Druck auf die Landesregierungen. Die Gelegenheit ist günstig: Die Novellierung des Rundfunkstaatsvertrags steht an.

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (ÖRR) sind von einer arbeitsrechtlichen Besonderheit geprägt. Viele Beschäftigte sind dort nicht fest angestellt, sondern als feste freie Mitarbeiter tätig, für die ein eigener Tarifvertrag für arbeitnehmerähnliche Personen gilt. Sie arbeiten oftmals gemeinsam mit Festangestellten in gemischten Redaktionen und Teams oder auch als freie Kameraleute, Cutter, Tontechniker, Redakteure und Autoren. Im Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb) haben rund 1800 Beschäftigte diesen Status, das entspricht fast der Hälfte der gesamten Belegschaft. Doch während andere ÖRR-Anstalten wie zum Beispiel der Hessische, der Saarländische und der Westdeutsche Rundfunk diesen Mitarbeitern mittlerweile auch die normalen betrieblichen Mitbestimmungs- und Vertretungsrechte durch die jeweiligen Personalräte einräumen, bleiben sie ihnen beim rbb bislang verwehrt.

Eine gute Gelegenheit, dies zu ändern, wäre die anste...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.