War Rassismus das Tatmotiv?

500 Menschen bei Gedenkdemonstration für Mordopfer Burak B.

  • Von Sven Kames
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Am Wochenende jährte sich die Ermordnung des 22-jährigen Burak B. Hunderte Menschen nahmen an der Gedenkdemonstration teil und erneuerten die Forderung an die Ermittlunsgbehörden, ein rassistisches Tatmotiv nicht außer Acht zu lassen.

Ein Jahr nach den tödlichen Schüssen auf den 22-jährigen Burak B. haben bei einer Demonstration am Sonnabend in Neukölln rund 500 Menschen eine Aufklärung des Mordes angemahnt. »Rassismus – wieder das Motiv?«, wurde auf dem Fronttransparent gefragt. Ein Bündnis aus linken Gruppen, Angehörigen und Freunden von Burak B. sowie der Berliner Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt, Reach Out, hatte zu der Aktion aufgerufen. Die Erinnerung an das Mordopfer stand im Mittelpunkt der Aktion. Im Aufruf hieß es: »Wenn ein Mensch auf offener Straße in Berlin ermordet wird, geht uns das alle an.«

Die Demonstration startete nachmittags an der Şehitlik-Moschee am Columbiadamm und zog von dort über das Rathaus Neukölln zum Hermannplatz. »Es wäre so wichtig, dass der Mörder endlich gefunden wird, damit die Unsicherheit für die Familie ein Ende hat«, sagte Murat, ein Cousin von Burak B., am Rande der Demonstration dem »nd«. Seine Befürcht...


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