Vorsicht Baustelle!

Die vielen Bildungsreformen der vergangenen Jahre haben in Berlin Eltern, Schüler und Lehrer verunsichert

  • Jürgen Amendt
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Wie in kaum einem anderen Bundesland wurde in den vergangenen Jahren in Berlin das Bildungssystem von der Kita bis zur Hochschule reformiert. Der Reformeifer wird allerdings immer wieder ausgebremst, und nicht immer liegt es dabei am fehlenden Geld.

Das Berliner Bildungssystem ist eine fortwährende Baustelle. Ein Witzbold hat vor Monaten - die Eröffnung des neuen Berliner Großflughafens hatte sich zum wiederholten Male verschoben und die S-Bahn hatte erneut Notbetrieb wegen technischer Defekte angekündigt - eine Postkarte entworfen, auf der stand: »Wir können alles - außer Flughafen und S-Bahn«. Es gibt Menschen in der Hauptstadt - Schüler, Eltern, Studenten, Lehrer - die hätten hinzugefügt: »und Bildung«. Vor allem die vielen Schulreformen der letzten Jahre haben die Bürger verunsichert.

Bildungspolitisch hat sich in Berlin in den vergangenen Jahren einiges bewegt. 2005 wurde im ersten Schritt die Berliner Grundschule umgekrempelt. Kernstücke der Reform: alle Kinder werden in dem Jahr eingeschult, in dem sie sechs Jahre alt werden, in den ersten beiden Schuljahren lernen sie gemeinsam im sogenannten Jahrgangsübergreifenden Lernen (JüL) und der Übertritt in die dritte Kla...


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