»Was hat das denn mit dem 1. Mai zu tun?«

Kreuzberger Myfest kämpft in seinem zehnten Jahr gegen die Kommerzialisierung

  • Von Marlene Göring
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Mittags um zwölf ist das Kreuzberger Myfest fest in der Hand einer bestimmten Klientel: den Kindern. In den Händen halten sie rote und grüne Luftballons mit den dazugehörigen Wahlkampfsprüchen, die Gesichter bemalt und glücklich. »Wir sind wegen unseren beiden Söhnen hier«, sagt ein Besucher, der extra aus Magdeburg angereist ist. »Es ist bunt, es gibt viel Musik, das finden die toll.« Gerade seien sie dabei, sich durch die vielen Stände »durchzufuttern«. Angst vor Krawall hat der junge Vater nicht. Wenn die Revolutionäre 1. Mai-Demo beginnt, seien sie schon auf dem Rückweg. »Die Kinder müssen morgen früh in die Schule und wir haben auch keine Lust auf den Stress.«

Über 20 000 Menschen sind nach Polizeischätzungen zum 11. Myfest gekommen. Seit 2003 organisieren die Anwohner gemeinsam mit dem Bezirk das Straßenfestival – als Bollwerk gegen die Ausschreitungen, von denen der 1. Mai in den Jahren davor geprägt war. Aber nic...


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