Kranke solidarisch versorgt

Klinik in Thessaloniki hilft auch Unversicherten

  • Birgit von Criegern
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Personalmangel in Intensivstationen und unerschwingliche Medikamente sind deutliche Zeichen des auch durch den von der EU verordneten Sparzwang kollabierten griechischen Gesundheitswesens. Kirsten Schubert von der Organisation Medico International hat im Februar Thessaloniki besucht. »Die Anpassungsmaßnahmen, vergleichbar mit IWF-Maßnahmen für Lateinamerika oder Afrika in den 1980er Jahren, haben fatale Folgen.« So seien Praxen zur Betreuung psychosozialer Leiden geschlossen worden. Unterdessen stieg die Zahl der Suizide zwischen 2009 und 2011 um 37 Prozent. Wegen der reduzierten Versorgung gibt es auch immer mehr HIV-Infizierte.

Offiziell sind 30 Prozent der Griechen nicht krankenversichert, in Wirklichkeit könnte es sogar jeder zweite sein, sagt Theodoros Zdoukos, Allgemeinmedizine...


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