Ohne Druck von unten klappt es nicht

Herbert Jauch über die Krise des Projektes »Bedingungsloses Grundeinkommen« in Namibia

In Namibia sind die sozialen Probleme riesig. Das machte neue Methoden zur Armutsbekämpfung wie ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE)sehr attraktiv. Über die bisherige Bilanz sprach mit Herbert Jauch, Mitinitiator des BGE-Pilotprojekts im Dorf Otjivero, Martin Ling.

nd: 2008 wurde in dem namibischen Dorf Otjivero mit einem Pilotprojekt zum bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) begonnen. Die letzte Meldung, die nach Deutschland drang, war ernüchternd: Das Projekt wurde am 10. Februar eingestellt. Entspricht das den Tatsachen?
Jauch: Nicht ganz. Es ist ein bisschen komplizierter. Die Idee des Grundeinkommensprojektes war, ein praktisches Beispiel zu schaffen, um die namibische Regierung von der Wirksamkeit einer solchen Maßnahme zu überzeugen. Dieses Projekt war von Anfang befristet und sollte Ende 2009 auslaufen. Nachdem klar wurde, dass wir zu diesem Zeitpunkt die namibische Regierung noch nicht von der Idee überzeugt hätten, setzten wir das Pilotprojekt fort. In einer Art Überbrückungslösung wurden dann noch 80 namibische Dollar (etwa 8 Euro) pro Person und Monat gezahlt statt bis dato 100. Das ging so regelmäßig bis Ende 2011 und wurde dann 2012 mangels Finanzierung nur noch mit unregelmäßig...


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