Kundgebung vor Asylheim

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Eisenhüttenstadt (epd). Nach dem Suizid eines Flüchtlings Ende Mai haben in Eisenhüttenstadt rund 130 Menschen bessere Lebensbedingungen für Asylbewerber gefordert. Bei der Aktion vor der zentralen Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge des Landes Brandenburg wurde die Gesundheitsversorgung der Asylbewerber in der Erstaufnahmeeinrichtung als unzureichend kritisiert. Auch Verpflegung und Sanitäranlagen müssten verbessert werden, hieß es. Die Proteste richteten sich auch gegen Abschiebungen und Einschränkungen der Reisefreiheit von Flüchtlingen.

Der 20-jährige Flüchtling aus dem Tschad hat nach Angaben des Innenministeriums seit dem 22. März in Eisenhüttenstadt gelebt und war am vergangenen Dienstag erhängt gefunden worden. Die Polizei, der Flüchtlingsrat und die Gruppe »Für eine linke Strömung«, die zu den Protesten aufgerufen hat, gehen von einem Suizid aus.

Der Mann war aus Italien nach Deutschland eingereist und laut Flüchtlingsrat nach eigener Aussage in Dresden von vermutlich rechtsextremen Tätern überfallen worden. Nach Angaben des Flüchtlingsrates litt er unter psychischen Problemen und fürchtete eine Abschiebung nach Italien.

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