Die Ruhe vor der Wahl

Zum Ende der Legislaturperiode stellt die Linkspartei ihre Grabenkämpfe ein

  • Von Aert van Riel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Kurz vor der Bundestagswahl bemüht sich die Linkspartei um mehr Geschlossenheit. Inhaltliche Differenzen gibt es aber immer noch.

Es ist ruhiger geworden um die LINKE. Während noch vor einem Jahr nach den Streitigkeiten beim Göttinger Parteitag, wo die Delegierten eine neue Führung wählten, nicht wenige Medien eine Spaltung der West- und Ostdeutschen, der »Antikapitalisten« und »Reformer« für möglich hielten, verhalten sich die unterschiedlichen Flügel und Strömungen nun offensichtlich kooperativer. Auch Fraktionschef Gregor Gysi lobte am Wochenende bei seiner Rede auf dem Dresdner Wahlprogrammparteitag, dass man inzwischen respektvoller miteinander umgehe. Vom »Hass« in der Bundestagsfraktion, den Gysi in Göttingen noch ausgemacht hatte, ist offenbar nichts mehr zu spüren. Gysi jedenfalls will die Fraktion noch einige Jahre weiter führen und ist Teil des achtköpfigen Spitzenteams für die nächste Bundestagswahl am 22. September dieses Jahres.

Auch der Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko sieht seine Partei in »ruhigerem Fahrwasser«. Die vor einem Jahr als ...


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