Moderater Moderator in Teheran

Irans neuer Präsident Ruhani könnte das Land aus der Isolierung führen

  • Von Jan Keetman
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Iran wird künftig von einem Politiker des gemäßigten Lagers repräsentiert: Der Geistliche Hassan Ruhani gewann bei der Präsidentschaftswahl knapp 51 Prozent der Stimmen und siegte damit überraschend schon im ersten Wahlgang.

Der Wahlsieg des 64-jährigen Hassan Ruhani wurde auf den Straßen Irans gefeiert. In Sprechchöre mischte sich schon der Ruf nach Freilassung politischer Gefangener. Ruhani selbst meinte, dies sei ein »Sieg der Weisheit, der Mäßigung und der Reife über den Extremismus«. Er tritt die Nachfolge des international umstrittenen Staatschefs Mahmud Ahmadinedschad an. Rund 50 Millionen Iraner waren am Freitag zum Votum aufgerufen. Die Wahlbeteiligung betrug 72 Prozent.

Entscheidend für Ruhanis Wahl dürfte nicht nur gewesen sein, dass er als einziger »Reformer« unter lauter Konservativen erschien. Er war 16 Jahre lang Vorsitzender des Nationalen Sicherheitsrates und als solcher auch mit den Verhandlungen um Irans Atomprogramm betraut. Nachdem die USA im Nachbarland Irak einmarschiert ware...


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