Der volkseigene Bürgermeister

LINKE will in Frankfurt (Oder) Straße nach dem SED-Politiker Fritz Krause benennen

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

25 Jahre lang lenkte Oberbürgermeister Fritz Krause (SED) die Geschicke von Frankfurt (Oder) und erwarb sich dabei große Verdienste. Jetzt möchte die LINKE, dass in der Stadt eine Straße nach ihm benannt wird.

Wenn die Sozialisten Unterschriften sammeln, müssen sie den Menschen gewöhnlich überzeugen. In diesem Fall ist es anders. Die LINKE möchte, dass in Frankfurt (Oder) eine Straße nach dem früheren Oberbürgermeister Fritz Krause (SED) benannt wird. Um dieser Absicht Nachdruck zu verleihen, sammeln die Genossen seit dem 1. Mai Unterschriften. »1350 Bürger haben sich bereits in die Listen eingetragen und es werden täglich mehr«, sagt der stellvertretende Kreisparteichef Erik Rohrbach, der sich der Sache angenommen hat. Die Leute müssen diesmal nicht agitiert werden. Sie schildern stattdessen von sich aus ihre Gründe, warum sie das Vorhaben unterstützen.

Fritz Krause lenkte von 1965 bis Anfang 1990 die Geschicke seiner Heimatstadt. In der DDR war lediglich der Oberbürgermeister von Karl-Marx-Stadt drei Monate länger im Amt, erinnert Rohrbach. Aber nicht wegen seiner langen Dienstzeit ist Fritz Krause im Gedächtnis geblieben. Er erob...


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