»Lass uns eine Gasgranate werfen, damit sie verrecken«

Türkischer Journalist berichtet über Polizeigewalt

  • Fabian Köhler
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Grundlose Verhaftungen, Schläge bis zur Bewusstlosigkeit, Todesdrohungen: Zwei Tage verbrachte der türkische Journalist und nd-Autor Gökhan Biçici in Haft. In einem Interview gibt er nun Einblick in das brutale Vorgehen türkischer Polizisten gegenüber Pressevertretern.

Zwei Tage lieferten die Videoaufnahmen über Polizisten, die einen Mann brutal über den Asphalt schleifen, die einzigen Informationen über die Verhaftung von Gökhan Biçici. Am Sonntag war der Journalist nahe des Istanbuler Taksim-Platzes verhaftet und am Mittwoch wieder freigelassen worden. Was in der Zwischenzeit passierte, berichtete er nun dem türkischen Fernsehsender IMC-TV.

Demnach wurde Biçici, der als freier Journalist auch für „neues deutschland“ arbeitet, nahe des Taksimplatzes an einer der von Demonstranten errichteten Barrikaden festgenommen. „Der Vorgesetzte kam und beschimpfte mich“, sagt Biçici zu Beginn des halbstündigen Interviews. Polizisten hätten ihn anschließend eingekreist, seine Gasmaske konfisziert. Sofort, so berichtet Biçici, habe er ...


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