Mut wird belohnt

Die Bilanz nach fünf Jahren Schulreform fällt in Berlin überwiegend positiv aus

Nach fünf Jahren Schulstrukturreform werden in Berlin sowohl die Gemeinschaftsschule als auch die Integrierte Sekundarschule (ISS) von Lehrern, Schülern und Eltern gut angenommen. Das ergaben zwei Studien, die in den letzten Wochen der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.

Auf Initiative der damals mitregierenden Linkspartei starteten 2008 die ersten Gemeinschaftsschulen. Die Berliner Besonderheit wollte es, dass zeitgleich der damalige Schulsenator Jürgen Zöllner (SPD) das Konzept eines zweigliedrigen Schulsystems vorlegte. Danach sollen nebeneinander das Gymnasium und eine Form der Gesamtschule gleichwertig zum Abitur führen; das Gymnasium nach zwölf und die zweite Säule nach 13 Jahren. Dieses Modell setzt sich seither sukzessive im gesamten Bundesgebiet durch. Mal heißt die zweite Säule »Stadtteilschule« (z.B. in Hamburg), mal »Gesamtschule«, mal wie in Berlin »ISS« (Integrierte Sekundarschule), je nach Bundesland unterschiedlich. Die Idee war, die ehemaligen Haupt- und Realschulen integrativ zu einer Schulform zusammenzufassen, einen stärkeren Praxisbezug und individuelleren Unterricht in heterogenen Lerngruppen zu ermöglichen. Der Umbau vollzieht sich je nach Bundesland unterschiedlich. Berlin st...


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